Oktober 2006 Archives
+2006-10-30 Mo 22:10
zum Thema Auslandsadoption
Im Adoptionsforum für Kolumbien
AdoColombia
wurde auf einen
sehr interessanten Artikel in der Frankfurter Rundschau von
Christiane Bender (Professorin für Soziologie an der
Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg) hingewiesen.
Im ziemlichen Gegensatz dazu steht die Antwort der Frau Ministerin Dr. Ursula von der Leyen auf den Brief (u.a. hier nachzulesen) der Adoptionsvermittlungsstelle AdA vom Juli 2006. Die Begründungen, z.B. für die Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Rente sind schon sehr seltsam. Wenn schon mit Gleichberechtigung argumentiert wird, dann aber bitte richtig!
Und auf www.adoptionsinfo.de befindet sich noch eine sehr lesenswerte Erläuterung zu der erwähnten Petition zur Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Rente bei Adoptiveltern.
So, jetzt wisst Ihr wenigstens, worüber Ihr Euch das nächste Mal mit Eurem Bundestagsabgeordneten unterhalten könnt.
Im ziemlichen Gegensatz dazu steht die Antwort der Frau Ministerin Dr. Ursula von der Leyen auf den Brief (u.a. hier nachzulesen) der Adoptionsvermittlungsstelle AdA vom Juli 2006. Die Begründungen, z.B. für die Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Rente sind schon sehr seltsam. Wenn schon mit Gleichberechtigung argumentiert wird, dann aber bitte richtig!
Und auf www.adoptionsinfo.de befindet sich noch eine sehr lesenswerte Erläuterung zu der erwähnten Petition zur Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Rente bei Adoptiveltern.
So, jetzt wisst Ihr wenigstens, worüber Ihr Euch das nächste Mal mit Eurem Bundestagsabgeordneten unterhalten könnt.

+2006-10-30 Mo 18:17
Ausflug und Sachen daheim
Wer will neue Fotos sehen?
Ein gemütlicher Tag daheim (besser als draussen im Hagel zu sein):
Spielen, Friseur, im Schlafanzug
Und unser gestriger Touri-Ausflug nach Saqsaywamán:
Ausflug zum "Sexy Woman"
Marco entwickelt sich prächtig. Er spricht jeden Tag mehr, isst schon viel besser als am Anfang, ist fröhlich und hat gestern abend sogar schon seinen ersten Purzelbaum im Bett gemacht! Nur mit dem Einschlafen hat er neuerdings Probleme und Duschen oder Baden (heute haben wir den Test im Schwimmbad gemacht) mag er überhaupt nicht. Schade, wo Francisco doch so ein Wasserratz ist.
Mit Francisco hat er bis gestern immer total nett gespielt, aber plötzlich mag er seinen Bruder nicht mehr so richtig an sich rankommen lassen, obwohl Francisco sich wirklich ganz lieb bemüht. Jetzt wird ihm wahrscheinlich so langsam klar, dass hier sein neues Zuhause ist.
Ansonsten sehen wir und die Sozialpädagogin keine Probleme, die Adoptionsbürokratie in Cusco Anfang nächster Woche abzuschliessen und unsere weiteren Pläne zu verfolgen. Bis auf die leidigen Nachnamensprobleme - erstaunlich wie kleinkariert die Regierung hier sein kann. Die Tatsache, dass es keine "Heidrun Kaufmann" mehr gibt und in ihrem Pass "Heidrun Spiegl" steht, wird einfach ignoriert. Bei Franciscos Adoption war das Anfangs ja auch so, also hoffen wir mal, dass die hier auch noch zur Vernunft kommen.
Während ich hier in der Internet-Cabina Mails und Bilder verschicke, Blog schreibe und ein bisserl für die Firma arbeite, steht Francisco hier neben mir und spielt Moorhuhn!
Bis demnächst!
Ein gemütlicher Tag daheim (besser als draussen im Hagel zu sein):
Spielen, Friseur, im Schlafanzug
Und unser gestriger Touri-Ausflug nach Saqsaywamán:
Ausflug zum "Sexy Woman"
Marco entwickelt sich prächtig. Er spricht jeden Tag mehr, isst schon viel besser als am Anfang, ist fröhlich und hat gestern abend sogar schon seinen ersten Purzelbaum im Bett gemacht! Nur mit dem Einschlafen hat er neuerdings Probleme und Duschen oder Baden (heute haben wir den Test im Schwimmbad gemacht) mag er überhaupt nicht. Schade, wo Francisco doch so ein Wasserratz ist.
Mit Francisco hat er bis gestern immer total nett gespielt, aber plötzlich mag er seinen Bruder nicht mehr so richtig an sich rankommen lassen, obwohl Francisco sich wirklich ganz lieb bemüht. Jetzt wird ihm wahrscheinlich so langsam klar, dass hier sein neues Zuhause ist.
Ansonsten sehen wir und die Sozialpädagogin keine Probleme, die Adoptionsbürokratie in Cusco Anfang nächster Woche abzuschliessen und unsere weiteren Pläne zu verfolgen. Bis auf die leidigen Nachnamensprobleme - erstaunlich wie kleinkariert die Regierung hier sein kann. Die Tatsache, dass es keine "Heidrun Kaufmann" mehr gibt und in ihrem Pass "Heidrun Spiegl" steht, wird einfach ignoriert. Bei Franciscos Adoption war das Anfangs ja auch so, also hoffen wir mal, dass die hier auch noch zur Vernunft kommen.

Während ich hier in der Internet-Cabina Mails und Bilder verschicke, Blog schreibe und ein bisserl für die Firma arbeite, steht Francisco hier neben mir und spielt Moorhuhn!

Bis demnächst!
+2006-10-27 Fr 16:02
Marcos erster ganzer Tag bei uns
Marco schläft total ruhig und
lässt uns tatsächlich bis um 8 Uhr schlafen! Angeblich
wacht er doch immer um 6 Uhr auf. Gut, gestern abend war's auch
viel zu spät, aber wahrscheinlich passt er sich einfach schon
an uns an. 

Den Vormittag lassen wir langsam angehen und spielen mit den Kindern. Marco sagt heute schon "Papapp" und "Mama". Mit "Francisco" tut er sich noch sehr schwer, aber die beiden sind immer noch total süß zueinander. Beim Autospielen (das tun die beiden am liebsten!) drückt er sich heute selber auf die Nase und sagt "Tatu tatu", hehe.
Nebenbei räumen wir das Zimmer ein bisserl auf, denn um 11 Uhr kommt die Sozialarbeiterin Elisabeth zur "Visite". Sie ist froh, dass bei uns alles so gut läuft, denn sie hat sich heute Nacht richtig Sorgen gemacht und sich vorgestellt, dass wir an einem weinenden Kind fast verzweifeln.
Sie empfiehlt uns das Restaurant "La Cofradía" (in der Calle Q'era) als gut und sauber. Das probieren wir dann auch gleich aus und können es bestätigen. Das reichhaltige "Menu" (Vorspeise, Suppe, Hauptspeise, Saft) kostet nur 5 Soles (ca. 1,30 Euro). Da werden wir sicher noch öfter hingehen!
Das Essen mit Marco ist noch ziemlich schwierig. Er kaut zwar, aber schluckt nicht. Nur die Suppe geht, aber auch sehr langsam. Und wir hatten doch gehofft, dass unser zweites Kind ein besserer Esser wird und dem Francisco dann zeigt, wie's geht. Hm, vielleicht ist das ja ein Heim-Syndrom? Als wir endlich fertig sind, ist es schon wieder sehr spät: 14:30 Uhr. Trotzdem geht Marco fast die ganze Strecke selber zurück! Daheim kriegt er dann gleich noch seine Milch und knackt dann schnell weg in einen langen Mittagsschlaf, den er sich wirklich verdient hat. Francisco weigert sich, wie immer und spielt und malt ruhig. Heidi darf heute auch dösen, Andy "muss" in die Internet-Cabina, um Euch auf dem Laufenden zu halten.
Nach gut 1 1/2 Std. Ausruhen steckt Heidi erst den Francisco in die große Waschschüssel-Badewanne und dann wird auch Marco unter großem Geschrei sauber gemacht. Bei dem war es wirklich nötig :-).

Abends gehen wir wieder in die bewährte Pizzaria und Marco isst wenigstens die Pizzaränder. Der Käse ist ihm scheinbar zu fettig. Naja, Essen ist nicht gerade seine Stärke. Da haben wir noch viel aufzuholen. Kurz nach 20 Uhr sind wir dann wieder auf unserem Zimmer und bringen die Kids ins Bett.
Wir sind froh und dankbar, dass dieser komplette erste Tag mit Marco - von ein paar normalen sich langsam einstellenden Eifersüchteleien vom Francisco abgesehen - so gut verlaufen ist. Er hat sich inzwischen scheinbar schon richtig an uns gewöhnt und mag uns. Wir hoffen, dass die nächsten Tage nicht allzu viele Überraschungen bringen werden und freuen uns schon auf den normalen Alltag daheim, mit eigener Küche etc.
Noch mehr Bilder von heute: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-27.erster.ganzer.Tag.mit.Marco/


Den Vormittag lassen wir langsam angehen und spielen mit den Kindern. Marco sagt heute schon "Papapp" und "Mama". Mit "Francisco" tut er sich noch sehr schwer, aber die beiden sind immer noch total süß zueinander. Beim Autospielen (das tun die beiden am liebsten!) drückt er sich heute selber auf die Nase und sagt "Tatu tatu", hehe.
Nebenbei räumen wir das Zimmer ein bisserl auf, denn um 11 Uhr kommt die Sozialarbeiterin Elisabeth zur "Visite". Sie ist froh, dass bei uns alles so gut läuft, denn sie hat sich heute Nacht richtig Sorgen gemacht und sich vorgestellt, dass wir an einem weinenden Kind fast verzweifeln.
Sie empfiehlt uns das Restaurant "La Cofradía" (in der Calle Q'era) als gut und sauber. Das probieren wir dann auch gleich aus und können es bestätigen. Das reichhaltige "Menu" (Vorspeise, Suppe, Hauptspeise, Saft) kostet nur 5 Soles (ca. 1,30 Euro). Da werden wir sicher noch öfter hingehen!
Das Essen mit Marco ist noch ziemlich schwierig. Er kaut zwar, aber schluckt nicht. Nur die Suppe geht, aber auch sehr langsam. Und wir hatten doch gehofft, dass unser zweites Kind ein besserer Esser wird und dem Francisco dann zeigt, wie's geht. Hm, vielleicht ist das ja ein Heim-Syndrom? Als wir endlich fertig sind, ist es schon wieder sehr spät: 14:30 Uhr. Trotzdem geht Marco fast die ganze Strecke selber zurück! Daheim kriegt er dann gleich noch seine Milch und knackt dann schnell weg in einen langen Mittagsschlaf, den er sich wirklich verdient hat. Francisco weigert sich, wie immer und spielt und malt ruhig. Heidi darf heute auch dösen, Andy "muss" in die Internet-Cabina, um Euch auf dem Laufenden zu halten.

Nach gut 1 1/2 Std. Ausruhen steckt Heidi erst den Francisco in die große Waschschüssel-Badewanne und dann wird auch Marco unter großem Geschrei sauber gemacht. Bei dem war es wirklich nötig :-).

Abends gehen wir wieder in die bewährte Pizzaria und Marco isst wenigstens die Pizzaränder. Der Käse ist ihm scheinbar zu fettig. Naja, Essen ist nicht gerade seine Stärke. Da haben wir noch viel aufzuholen. Kurz nach 20 Uhr sind wir dann wieder auf unserem Zimmer und bringen die Kids ins Bett.
Wir sind froh und dankbar, dass dieser komplette erste Tag mit Marco - von ein paar normalen sich langsam einstellenden Eifersüchteleien vom Francisco abgesehen - so gut verlaufen ist. Er hat sich inzwischen scheinbar schon richtig an uns gewöhnt und mag uns. Wir hoffen, dass die nächsten Tage nicht allzu viele Überraschungen bringen werden und freuen uns schon auf den normalen Alltag daheim, mit eigener Küche etc.
Noch mehr Bilder von heute: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-27.erster.ganzer.Tag.mit.Marco/
+2006-10-26 Do 23:02
vierter Tag mit Marco
Heute ist der große Tag: Wir
dürfen Marco aus dem Heim mit zu uns nach Hause
nehmen!
Dummerweise hat Andy es sich ganz praktisch ausgesucht, genau heute krank zu werden. Die Nacht verbringt er mehr auf dem Klo als im Bett. Trotz leichtem Fieber quält er sich in der Früh aus dem Bett und ist den ganzen Tag ziemlich schwach auf den Beinen und der Heidi leider gar keine große Hilfe.
Um Punkt 9 Uhr sind wir beim Kinderheim. Die Sozialarbeiterin Elisabeth kommt wie immer zu spät, aber das stört uns heute auch nicht. Marco strahlt, spielt mit Francisco und ist dann nur etwas genervt, dass wir gar nicht mehr mit dem Unterschreiben von Dokumenten fertig werden. Nur gut dass wir das Prozedere schon ganz gut noch von Franciscos Adoption kennen.

Wir bekommen von der Schwester auch Marcos Impfpass und sogar Babyfotos! Marco darf seine Lieblingspuppe und einen Plastikschlüsselbund als Andenken an das Kinderheim mitnehmen.
Dann fahren wir alle zusammen zum Büro der regionalen Adoptionsstelle und dürfen dort noch mehr Papierkram erledigen und viele Unterschriften leisten. Die Sozialarbeiterin ist zwar schon ein bisserl chaotisch, aber auch sehr hilfsbereit und tippt uns gleich die "Carta de Aceptación", also unsere Zusage, dass wir Marco wirklich adoptieren wollen. Sonst hätten wir erst eine Internet-Cabina mit Drucker suchen müssen und uns die üblichen hochgeschraubten Formulierungen selber aus den Fingern saugen müssen.
Da auf allen Dokumenten wieder "Heidrun Maria Kaufmann" steht, fangen wir erneut eine Diskussion um deutsche und peruanische Nachnamen an, aber es ist aussichtslos. Die Peruaner akzeptieren einfach nicht, dass es in anderen Ländern andere Namensrechte gibt als in Peru.
Konsequent sind sie dann aber auch nicht, denn sonst
müssten sie ja schreiben "Andreas Spiegl Maier" und "Heidrun
Maria Kaufmann Weh". Schuld daran ist das blöde "geb.
Kaufmann" in unseren deutschen Pässen, sonst wüssten sie
ja überhaupt nichts von Heidis Geburtsnamen. Mit dem "geb."
hatten wir schon 2000 so unsere Probleme, weil das nicht mal in
einer Fußnote oder so übersetzt oder erklärt
wird.
Aber fairerweise müssen wir dazusagen, dass sie uns versprochen haben, alles nur irgend Mögliche zu tun, damit Marco nicht "Spiegl Kaufmann", sondern "Spiegl Spiegl" heißt. Das hat damals auch bei Francisco geklappt und uns in Deutschland viel Lauferei und Ärger erspart.

Obwohl wir und die Kinder nun schon hundemüde sind, müssen wir noch zum Standesamt in der Municipalidad, um die "Constancias" abzuholen. Heute sind sie auch tatsächlich fertig. Aber wir müssen ziemlich lange Schlange stehen. Die Kids schlafen ein und Andy kann sich nur noch mit Mühe auf den Beinen halten. Mittags sind wir dann aber endlich daheim. Francisco ist urplötzlich gar nicht mehr müde, aber Andy legt sich sofort ins Bett und ist bis zum Abend zu nichts mehr zu gebrauchen.
Heidi kauft in der Apotheke schnell noch ein Milchflascherl und eine Zahnbürste und macht dann für beide Kinder einen Brei. Marco bekommt anschließend noch ein Flascherl und schläft damit ein.
Am Nachmittag spielen Francisco und Marco wunderbar miteinander mit Spielzeugautos und tollen im Bett herum. Francisco spricht mit Marco fast nur Deutsch, obwohl wir momentan noch versuchen, mit beiden Kindern spanisch zu sprechen. Marco macht das aber nicht viel aus. Die beiden verstehen sich auch ohne Worte bestens. Francisco sagt: "Der kleine Marco ist der süßeste von der ganzen Welt".

Es ist hier so üblich, dass die Adoptiveltern das Kind sofort von einem Arzt untersuchen lassen. Uns wird die Kinderärztin des Heims empfohlen, da sie Marco schon von Anfang an kennt. Leider bekommen wir erst um 17:30 Uhr einen Termin und müssen dann auch noch 45min warten, bis wir drankommen. Andy geht's inzwischen gottseidank schon wieder viel besser, aber Marco geht ja normalerweise um 18:30 Uhr ins Bett. Er hält aber wirklich tapfer durch!
Das Gespräch mit der Dra. Yábar während der Untersuchung (50 Soles Gebühr) ist sehr interessant. Sie kennt Marco ganz genau und kann uns noch viel mehr sagen, als wir im Heim über ihn erfahren haben. Sie weiß z.B. auch, dass er tatsächlich wg. seiner Weinkrämpfe nicht schon früher zur Adoption freigegeben wurde. Die Madre wollte ihn erst gesund bekommen. Das hat sie zwar auch gut geschafft (er hat inzwischen kaum mehr solche Anfälle), aber wir denken, dass es wahrscheinlich VIEL schneller gegangen wäre, wenn er gleich in eine stabile und liebevolle Familienumgebung gekommen wäre. Er ist - wie uns alle sagen - ein sehr sensibles Kind und hat bestimmt darunter gelitten, keine eigene Familie zu haben. Aber wir können natürlich nur vermuten und die Madre ist wirklich sehr besorgt um "ihre" Kinder und tut alles für sie. Da sie Italienerin ist, bekommt sie von dort viel Unterstützung für die Heimkinder.
Obwohl es nun schon ziemlich spät ist, brauchen wir ja noch irgendwas zum Abendessen und fahren mit dem Taxi (jede Fahrt innerhalb der Stadt kostet übrigens 2 Soles, also ca. einen halben Euro) in die "La Trattoria", wo jeder von uns genau das bekommt, was er braucht. Ein Süppchen für Andy, (milchfreie) Spaghetti für die Kinder und was "gscheits" für die Heidi. Und auch ganz flott, da der Ober unser Problem gleich erkennt. Francisco und Marco sind aber auch super brav und essen ganz toll. Als wir da so zu viert sitzen, wird uns klar, dass es jetzt also tatsächlich so weit ist, was wir uns die ganze letzte Zeit vorgestellt haben: jetzt ist die Familie komplett. Witzigerweise haben wir hiermit eine ganz neue Spiegl-Dynastie gegründet. Da Andy ja keinen Bruder hat, werden diese Spiegls in Zukunft komplett von Peruanern weitergeführt.

Um 21:15 Uhr sind wir dann endlich wieder daheim. Marco ist noch erstaunlich fit und will noch mit Francisco spielen. Er hat inzwischen unseren familieninternen Witz kapiert und sagt freudestrahlend "tatu tatu" (Tatü tata), wenn ihm einer von uns auf die Nase drückt. Überhaupt kopiert er schon jetzt sehr viel von Francisco. Natürlich hauptsächlich den Schmarrn
Ansonsten akzeptiert er alles Neue mit einer Seelenruhe, aber er
testet auch schon ziemlich pentrant unsere Konsequenz aus. Bis
jetzt gewinnen noch wir. 
Er scheint auch sehr geduldig zu sein. Im Wartezimmer der Kinderärztin spielt er zusammen mit Andy mit einer Engelsgeduld mit einem Holzpuzzle. Francisco hätte es schon längst in eine Ecke gelegt und sich was anderes gesucht.
Marco lässt sich heute auch ganz ohne Probleme von Heidi aus- und anziehen und sogar wickeln. Beide Kids lassen sich ganz problemlos ins Bett verfrachten und schlafen schnell ein. Marco kuschelt sich zum Einschlafen ganz dicht an Heidi.

Noch mehr Bilder von heute: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-26.vierter.Tag.mit.Marco/
Dummerweise hat Andy es sich ganz praktisch ausgesucht, genau heute krank zu werden. Die Nacht verbringt er mehr auf dem Klo als im Bett. Trotz leichtem Fieber quält er sich in der Früh aus dem Bett und ist den ganzen Tag ziemlich schwach auf den Beinen und der Heidi leider gar keine große Hilfe.

Um Punkt 9 Uhr sind wir beim Kinderheim. Die Sozialarbeiterin Elisabeth kommt wie immer zu spät, aber das stört uns heute auch nicht. Marco strahlt, spielt mit Francisco und ist dann nur etwas genervt, dass wir gar nicht mehr mit dem Unterschreiben von Dokumenten fertig werden. Nur gut dass wir das Prozedere schon ganz gut noch von Franciscos Adoption kennen.

Wir bekommen von der Schwester auch Marcos Impfpass und sogar Babyfotos! Marco darf seine Lieblingspuppe und einen Plastikschlüsselbund als Andenken an das Kinderheim mitnehmen.
Dann fahren wir alle zusammen zum Büro der regionalen Adoptionsstelle und dürfen dort noch mehr Papierkram erledigen und viele Unterschriften leisten. Die Sozialarbeiterin ist zwar schon ein bisserl chaotisch, aber auch sehr hilfsbereit und tippt uns gleich die "Carta de Aceptación", also unsere Zusage, dass wir Marco wirklich adoptieren wollen. Sonst hätten wir erst eine Internet-Cabina mit Drucker suchen müssen und uns die üblichen hochgeschraubten Formulierungen selber aus den Fingern saugen müssen.
Da auf allen Dokumenten wieder "Heidrun Maria Kaufmann" steht, fangen wir erneut eine Diskussion um deutsche und peruanische Nachnamen an, aber es ist aussichtslos. Die Peruaner akzeptieren einfach nicht, dass es in anderen Ländern andere Namensrechte gibt als in Peru.
Konsequent sind sie dann aber auch nicht, denn sonst
müssten sie ja schreiben "Andreas Spiegl Maier" und "Heidrun
Maria Kaufmann Weh". Schuld daran ist das blöde "geb.
Kaufmann" in unseren deutschen Pässen, sonst wüssten sie
ja überhaupt nichts von Heidis Geburtsnamen. Mit dem "geb."
hatten wir schon 2000 so unsere Probleme, weil das nicht mal in
einer Fußnote oder so übersetzt oder erklärt
wird.Aber fairerweise müssen wir dazusagen, dass sie uns versprochen haben, alles nur irgend Mögliche zu tun, damit Marco nicht "Spiegl Kaufmann", sondern "Spiegl Spiegl" heißt. Das hat damals auch bei Francisco geklappt und uns in Deutschland viel Lauferei und Ärger erspart.

Obwohl wir und die Kinder nun schon hundemüde sind, müssen wir noch zum Standesamt in der Municipalidad, um die "Constancias" abzuholen. Heute sind sie auch tatsächlich fertig. Aber wir müssen ziemlich lange Schlange stehen. Die Kids schlafen ein und Andy kann sich nur noch mit Mühe auf den Beinen halten. Mittags sind wir dann aber endlich daheim. Francisco ist urplötzlich gar nicht mehr müde, aber Andy legt sich sofort ins Bett und ist bis zum Abend zu nichts mehr zu gebrauchen.
Heidi kauft in der Apotheke schnell noch ein Milchflascherl und eine Zahnbürste und macht dann für beide Kinder einen Brei. Marco bekommt anschließend noch ein Flascherl und schläft damit ein.
Am Nachmittag spielen Francisco und Marco wunderbar miteinander mit Spielzeugautos und tollen im Bett herum. Francisco spricht mit Marco fast nur Deutsch, obwohl wir momentan noch versuchen, mit beiden Kindern spanisch zu sprechen. Marco macht das aber nicht viel aus. Die beiden verstehen sich auch ohne Worte bestens. Francisco sagt: "Der kleine Marco ist der süßeste von der ganzen Welt".

Es ist hier so üblich, dass die Adoptiveltern das Kind sofort von einem Arzt untersuchen lassen. Uns wird die Kinderärztin des Heims empfohlen, da sie Marco schon von Anfang an kennt. Leider bekommen wir erst um 17:30 Uhr einen Termin und müssen dann auch noch 45min warten, bis wir drankommen. Andy geht's inzwischen gottseidank schon wieder viel besser, aber Marco geht ja normalerweise um 18:30 Uhr ins Bett. Er hält aber wirklich tapfer durch!
Das Gespräch mit der Dra. Yábar während der Untersuchung (50 Soles Gebühr) ist sehr interessant. Sie kennt Marco ganz genau und kann uns noch viel mehr sagen, als wir im Heim über ihn erfahren haben. Sie weiß z.B. auch, dass er tatsächlich wg. seiner Weinkrämpfe nicht schon früher zur Adoption freigegeben wurde. Die Madre wollte ihn erst gesund bekommen. Das hat sie zwar auch gut geschafft (er hat inzwischen kaum mehr solche Anfälle), aber wir denken, dass es wahrscheinlich VIEL schneller gegangen wäre, wenn er gleich in eine stabile und liebevolle Familienumgebung gekommen wäre. Er ist - wie uns alle sagen - ein sehr sensibles Kind und hat bestimmt darunter gelitten, keine eigene Familie zu haben. Aber wir können natürlich nur vermuten und die Madre ist wirklich sehr besorgt um "ihre" Kinder und tut alles für sie. Da sie Italienerin ist, bekommt sie von dort viel Unterstützung für die Heimkinder.
Obwohl es nun schon ziemlich spät ist, brauchen wir ja noch irgendwas zum Abendessen und fahren mit dem Taxi (jede Fahrt innerhalb der Stadt kostet übrigens 2 Soles, also ca. einen halben Euro) in die "La Trattoria", wo jeder von uns genau das bekommt, was er braucht. Ein Süppchen für Andy, (milchfreie) Spaghetti für die Kinder und was "gscheits" für die Heidi. Und auch ganz flott, da der Ober unser Problem gleich erkennt. Francisco und Marco sind aber auch super brav und essen ganz toll. Als wir da so zu viert sitzen, wird uns klar, dass es jetzt also tatsächlich so weit ist, was wir uns die ganze letzte Zeit vorgestellt haben: jetzt ist die Familie komplett. Witzigerweise haben wir hiermit eine ganz neue Spiegl-Dynastie gegründet. Da Andy ja keinen Bruder hat, werden diese Spiegls in Zukunft komplett von Peruanern weitergeführt.


Um 21:15 Uhr sind wir dann endlich wieder daheim. Marco ist noch erstaunlich fit und will noch mit Francisco spielen. Er hat inzwischen unseren familieninternen Witz kapiert und sagt freudestrahlend "tatu tatu" (Tatü tata), wenn ihm einer von uns auf die Nase drückt. Überhaupt kopiert er schon jetzt sehr viel von Francisco. Natürlich hauptsächlich den Schmarrn
Ansonsten akzeptiert er alles Neue mit einer Seelenruhe, aber er
testet auch schon ziemlich pentrant unsere Konsequenz aus. Bis
jetzt gewinnen noch wir. 
Er scheint auch sehr geduldig zu sein. Im Wartezimmer der Kinderärztin spielt er zusammen mit Andy mit einer Engelsgeduld mit einem Holzpuzzle. Francisco hätte es schon längst in eine Ecke gelegt und sich was anderes gesucht.
Marco lässt sich heute auch ganz ohne Probleme von Heidi aus- und anziehen und sogar wickeln. Beide Kids lassen sich ganz problemlos ins Bett verfrachten und schlafen schnell ein. Marco kuschelt sich zum Einschlafen ganz dicht an Heidi.

Noch mehr Bilder von heute: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-26.vierter.Tag.mit.Marco/
+2006-10-25 Mi 23:00
dritter Tag mit Marco
Am Vormittag fahren wir zum Mercado
Molino und kaufen dort Schuhe für unsere beiden Söhne,
ein Badewandl, eine Thermoskanne und Spielzeugautos. Alles zu sehr
günstigen Preisen.
Nach dem Mittagessen wollen wir auf dem Standesamt in der Municipalidad die bestellten und für heute versprochenen "Constancias" abholen, aber natürlich sind sie noch nicht fertig. Also wieder heim. Francisco lässt sich leider nicht zu einer Siesta überreden, aber spielt alleine, so dass wir uns wenigstens ein bisserl ausruhen können. Wir kämpfen immer noch mit der Höhe.
Um 16:30 Uhr besuchen wir unseren Marco dann zum dritten Mal im Kinderheim und dürfen heute auch das Heim besichtigen und fotografieren und filmen. Marco läuft heute sofort strahlend auf uns zu und redet heute auch schon ein bisserl was.

Die Hermana Emilia (Madre) zeigt uns alles im Kinderheim, das eigentlich nur ein Durchgangsheim ("transitorio") ist. Ausserdem ist es ein Comedor für 400 Kinder, d.h. sie kommen täglich zum Mittagessen. Im Heim selber sind ca. 40 Kinder, davon sehr viele Pflegekinder, die wahrscheinlich irgendwann wieder zu ihren Eltern zurückgehen. Momentan sind dort 8 Kinder zur Adoption.
Die Kinder schlafen getrennt nach Alter und (ausser 0-2) nach Geschlecht. Marco schläft noch bei den ganz Kleinen, weil er wg. seinen Weinkrämpfen (starkes Weinen mit Atemstillstand bis er blau anläuft) lange behandelt wurde. Das ist auch der Grund, warum er noch nicht sauber ist. Das wiederholt sie immer wieder, es ist ihr fast peinlich. Die anderen Kinder sind schon mit 1,5 bis 2 Jahren sauber!
Sie erzählt uns auch detailliert Marcos Tagesablauf und seine Essgewohnheiten. Er schläft von 18:30 bis 06:00 durch. Er schläft mit seinem Milchfläschchen ein. In der Früh springt/klettert er mit seinen Freunden von Kinderbettchen zu Kinderbettchen. Ein ganz schöner Treibauf!
Die Kleidung, die er anhat, ist übrigens seine Sonntagskleidung. Deshalb sieht sie wohl auch noch so nagelneu aus. Er läßt sich auch von der Schwester nicht die Jacke ausziehen, ohne zum Weinen anzufangen.
Die Kinder kommen schon auch ab und zu aus dem Heim raus, z.B. gehen sie Sonntags in die Kirche.
Wir schenken dem Heim 3 Spielsachen (Kreisel, Holz-Ringpyramiden, Würfel-Puzzle). Wir erfahren, dass Marco ständig mit einer bestimmten Puppe rumläuft und fragen, ob wir sie mitnehmen dürfen. Wir dürfen! Marco sagt zu ihr "Mama", wie auch zu praktisch allen weiblichen Personen im Heim und sogar zur Kinderärztin.
Während unseres Rundgangs ist Marco immer an der Hand der Schwester Emilia, aber schaut auch immer zu uns her und lächelt uns an. Viele der anderen Kinder sind ganz fasziniert von uns, wollen hochgehoben werden. Wir haben den Eindruck, sie würden am liebsten sofort mit uns mitgehen.
Anschließend spielen wir mit Francisco und Marco noch 20min im Innenhof, haben viel Spaß und stellen wieder fest, was für ein Schlitzohr Marco ist. Francisco ist wieder total lieb, nimmt ihn auf der Treppe an der Hand oder sagt uns gleich, wenn er was anstellt. Er ist aber auch sehr eifersüchtig und will immer das gleiche machen wie Marco. Um 17:50 Uhr kann Marco sich kaum mehr auf den Beinen halten und wir bringen ihn zurück zur Madre. Er gibt uns allen noch ein Abschiedsbussi.

Wir machen dann noch einen Großeinkauf im sehr schönen Supermarkt "Gato's Market" am Hauptplatz und essen in einem mexikanischen Restaurant (in der Calle Maruri). Das Essen ist nicht schlecht und die Bedienung ist sehr freundlich und zuvorkommend, aber "mexikanisch" schmeckt es nicht gerade.
Bilder von heute: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-25.dritter.Tag.mit.Marco/
Nach dem Mittagessen wollen wir auf dem Standesamt in der Municipalidad die bestellten und für heute versprochenen "Constancias" abholen, aber natürlich sind sie noch nicht fertig. Also wieder heim. Francisco lässt sich leider nicht zu einer Siesta überreden, aber spielt alleine, so dass wir uns wenigstens ein bisserl ausruhen können. Wir kämpfen immer noch mit der Höhe.
Um 16:30 Uhr besuchen wir unseren Marco dann zum dritten Mal im Kinderheim und dürfen heute auch das Heim besichtigen und fotografieren und filmen. Marco läuft heute sofort strahlend auf uns zu und redet heute auch schon ein bisserl was.

Die Hermana Emilia (Madre) zeigt uns alles im Kinderheim, das eigentlich nur ein Durchgangsheim ("transitorio") ist. Ausserdem ist es ein Comedor für 400 Kinder, d.h. sie kommen täglich zum Mittagessen. Im Heim selber sind ca. 40 Kinder, davon sehr viele Pflegekinder, die wahrscheinlich irgendwann wieder zu ihren Eltern zurückgehen. Momentan sind dort 8 Kinder zur Adoption.
Die Kinder schlafen getrennt nach Alter und (ausser 0-2) nach Geschlecht. Marco schläft noch bei den ganz Kleinen, weil er wg. seinen Weinkrämpfen (starkes Weinen mit Atemstillstand bis er blau anläuft) lange behandelt wurde. Das ist auch der Grund, warum er noch nicht sauber ist. Das wiederholt sie immer wieder, es ist ihr fast peinlich. Die anderen Kinder sind schon mit 1,5 bis 2 Jahren sauber!
Sie erzählt uns auch detailliert Marcos Tagesablauf und seine Essgewohnheiten. Er schläft von 18:30 bis 06:00 durch. Er schläft mit seinem Milchfläschchen ein. In der Früh springt/klettert er mit seinen Freunden von Kinderbettchen zu Kinderbettchen. Ein ganz schöner Treibauf!
Die Kleidung, die er anhat, ist übrigens seine Sonntagskleidung. Deshalb sieht sie wohl auch noch so nagelneu aus. Er läßt sich auch von der Schwester nicht die Jacke ausziehen, ohne zum Weinen anzufangen.
Die Kinder kommen schon auch ab und zu aus dem Heim raus, z.B. gehen sie Sonntags in die Kirche.
Wir schenken dem Heim 3 Spielsachen (Kreisel, Holz-Ringpyramiden, Würfel-Puzzle). Wir erfahren, dass Marco ständig mit einer bestimmten Puppe rumläuft und fragen, ob wir sie mitnehmen dürfen. Wir dürfen! Marco sagt zu ihr "Mama", wie auch zu praktisch allen weiblichen Personen im Heim und sogar zur Kinderärztin.
Während unseres Rundgangs ist Marco immer an der Hand der Schwester Emilia, aber schaut auch immer zu uns her und lächelt uns an. Viele der anderen Kinder sind ganz fasziniert von uns, wollen hochgehoben werden. Wir haben den Eindruck, sie würden am liebsten sofort mit uns mitgehen.
Anschließend spielen wir mit Francisco und Marco noch 20min im Innenhof, haben viel Spaß und stellen wieder fest, was für ein Schlitzohr Marco ist. Francisco ist wieder total lieb, nimmt ihn auf der Treppe an der Hand oder sagt uns gleich, wenn er was anstellt. Er ist aber auch sehr eifersüchtig und will immer das gleiche machen wie Marco. Um 17:50 Uhr kann Marco sich kaum mehr auf den Beinen halten und wir bringen ihn zurück zur Madre. Er gibt uns allen noch ein Abschiedsbussi.

Wir machen dann noch einen Großeinkauf im sehr schönen Supermarkt "Gato's Market" am Hauptplatz und essen in einem mexikanischen Restaurant (in der Calle Maruri). Das Essen ist nicht schlecht und die Bedienung ist sehr freundlich und zuvorkommend, aber "mexikanisch" schmeckt es nicht gerade.

Bilder von heute: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-25.dritter.Tag.mit.Marco/
+2006-10-24 Di 23:41
zweiter Tag mit Marco
Nachts ist es in Cusco (ca. 3400m
Höhe) ganz schön kalt, aber nachdem wir nun eine Heizung
auf dem Zimmer haben, können wir's aushalten. Es hat auch
wieder ziemlich stark geregnet. Untertags ist es meist schön
warm, weil die Sonne runterbrennt. Heute haben uns zwar auch dunkle
Wolken gedroht, aber es blieb trocken. Noch vor dem
Frühstück bekommen wir einen überraschenden Anruf
von der Sozialarbeiterin Elisabeth. Wir sollen gleich zu ihr
kommen, weil wir schon mit dem Papierkram anfangen müssen: Wir
brauchen eine Bestätigung der Stadtverwaltung, dass Marco
bisher keine Geburtsurkunde hat (das nennt sich "Constancia de
No-Inscripción"), damit wir dann später eine neue
Geburtsurkunde ausgestellt bekommen. Für nicht
Adoptionserfahrende klingt das sicher alles noch viel verwirrender
als es eh schon ist. 
Ausser dieser Constancia brauchen wir in Cusco aber sonst keine Papiere und können dann also gleich nach den 7 Tagen "Probezeit" nach Lima zurückfahren.
Bei der Gelegenheit erfahren wir von Elisabeth aber auch noch recht interessante Sachen. Wir erfahren, dass sie recht überrascht ist, dass der Kindervorschlag bei uns so schnell kam. Scheinbar dauert es sonst viel länger! Sie vermutet, es liegt daran, dass wir schon ein peruanisches Kind haben, wir schon (auch persönlich) bekannt sind, wir immer brav unsere Sozialberichte über Francisco geschickt haben, wir uns in Peru schon gut auskennen und auch keinen Übersetzer brauchen und dass wir ohne Representante (also ohne Adoptionsvermittlungsstelle) kommen. Aber das sind, wie gesagt, nur Vermutungen.
Elisabeth gibt uns noch Tipps, wo wir Kleidung für Marco kaufen können, die wir morgen im Kinderheim abgeben müssen, weil wir ihn ja sozusagen "nackt" übergeben bekommen. Seine jetzige Kleidung braucht das Heim verständlicherweise für die anderen Kinder. Sie empfiehlt uns den Mercado Molino, aber wir sollen dort sehr vorsichtig sein.
Dann lobt sie noch Francisco, dass er so ein liebes Kind ist und dass das viel Gutes über uns sagt, da Kinder immer so seien, wie sie ihre Eltern prägen.
In der Municipalidad geht dann alles erstaunlich schnell. Es gibt keine langen Schlangen wie wir sie von Chiclayo oder Lima kennen, so dass wir dann doch noch Zeit haben, uns um unsere Mails, unseren Blog und unsere Wäsche zu kümmern. Andy kommt sogar dazu, 1 Stunde für die Firma zu arbeiten.
Nach dem Mittagessen probieren wir die Eisdiele "Heladería Italiana" in der Straße Santa Catalina aus. Eine wirklich hervorragende Empfehlung von Solveig! Leider gibt es keine milchfreie Sorte für Francisco, also bekommt er ein Steckerleis, worüber er aber auch sehr glücklich ist.
Es fehlen noch ein paar Stunden, bis wir Marco wieder besuchen dürfen, also ruhen wir uns ein bisserl am Plaza de Armas aus und machen noch einen kleinen Stadtrundgang. Für touristische Aktivitäten war ja eh noch gar keine Zeit.
Wir schauen
uns die 12- und 13-eckigen Inkasteine an.

Pünktlich um 16:30 Uhr sind wir beim Heim "hogar transitorio de niños San José" und dürfen ganz allein 1,5 Std. mit Marco spielen. Diesmal geht er gleich ganz offen auf uns zu und lacht sofort, als er Francisco sieht. Die beiden spielen total nett Ball. Er lässt sich von uns umarmen, drücken und Späße machen. Nur wenn er seinen Kopf nicht durchsetzen kann oder den Ball nicht kriegt, weint er. Noch so ein Sturkopf in der Familie! (-:

Marco versteht und reagiert auf alles, was wir ihm sagen. Er redet noch kaum etwas, aber einmal sagt er "Pap" zu Andy! Als Andy "Dame cinco" (gimme five) zu ihm sagt, schlägt er lachend ein.
Er weigert sich, seine Jacke oder Schuhe (zum Abmessen) auszuziehen. Damit verbindet er wohl noch viel zu sehr die Heimschwestern, vermuten wir. Mit dem Bärchen, das ihm Francisco gestern so lieb geschenkt hat, kann er immer noch nicht viel anfangen. Um 18 Uhr sind wir alle miteinander ziemlich müde und Marco geht heute recht gerne mit der Madre zurück zum Abendessen und seinem Bett. (das wir morgen besichtigen und fotografieren dürfen)

Wir lassen den Abend in der Pizzeria Carlo ausklingen, die uns noch von unserem letzten Cusco-Besuch als sehr gut in Erinnerung ist. Francisco freundet sich gleich mit dem Pizzakoch Teo an und redet relativ viel auf Spanisch mit ihm. Andy hilft ihm zwar durch Einsagen, aber er ergänzt selbständig und es macht ihm richtig Spaß. Wir sind stolz auf unseren Sohn!
Mehr Fotos zu unserem zweiten Tag mit Marco findet ihr hier: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-24.zweiter.Tag.mit.Marco/

Ausser dieser Constancia brauchen wir in Cusco aber sonst keine Papiere und können dann also gleich nach den 7 Tagen "Probezeit" nach Lima zurückfahren.
Bei der Gelegenheit erfahren wir von Elisabeth aber auch noch recht interessante Sachen. Wir erfahren, dass sie recht überrascht ist, dass der Kindervorschlag bei uns so schnell kam. Scheinbar dauert es sonst viel länger! Sie vermutet, es liegt daran, dass wir schon ein peruanisches Kind haben, wir schon (auch persönlich) bekannt sind, wir immer brav unsere Sozialberichte über Francisco geschickt haben, wir uns in Peru schon gut auskennen und auch keinen Übersetzer brauchen und dass wir ohne Representante (also ohne Adoptionsvermittlungsstelle) kommen. Aber das sind, wie gesagt, nur Vermutungen.
Elisabeth gibt uns noch Tipps, wo wir Kleidung für Marco kaufen können, die wir morgen im Kinderheim abgeben müssen, weil wir ihn ja sozusagen "nackt" übergeben bekommen. Seine jetzige Kleidung braucht das Heim verständlicherweise für die anderen Kinder. Sie empfiehlt uns den Mercado Molino, aber wir sollen dort sehr vorsichtig sein.
Dann lobt sie noch Francisco, dass er so ein liebes Kind ist und dass das viel Gutes über uns sagt, da Kinder immer so seien, wie sie ihre Eltern prägen.

In der Municipalidad geht dann alles erstaunlich schnell. Es gibt keine langen Schlangen wie wir sie von Chiclayo oder Lima kennen, so dass wir dann doch noch Zeit haben, uns um unsere Mails, unseren Blog und unsere Wäsche zu kümmern. Andy kommt sogar dazu, 1 Stunde für die Firma zu arbeiten.
Nach dem Mittagessen probieren wir die Eisdiele "Heladería Italiana" in der Straße Santa Catalina aus. Eine wirklich hervorragende Empfehlung von Solveig! Leider gibt es keine milchfreie Sorte für Francisco, also bekommt er ein Steckerleis, worüber er aber auch sehr glücklich ist.
Es fehlen noch ein paar Stunden, bis wir Marco wieder besuchen dürfen, also ruhen wir uns ein bisserl am Plaza de Armas aus und machen noch einen kleinen Stadtrundgang. Für touristische Aktivitäten war ja eh noch gar keine Zeit.
Wir schauen
uns die 12- und 13-eckigen Inkasteine an.
Pünktlich um 16:30 Uhr sind wir beim Heim "hogar transitorio de niños San José" und dürfen ganz allein 1,5 Std. mit Marco spielen. Diesmal geht er gleich ganz offen auf uns zu und lacht sofort, als er Francisco sieht. Die beiden spielen total nett Ball. Er lässt sich von uns umarmen, drücken und Späße machen. Nur wenn er seinen Kopf nicht durchsetzen kann oder den Ball nicht kriegt, weint er. Noch so ein Sturkopf in der Familie! (-:

Marco versteht und reagiert auf alles, was wir ihm sagen. Er redet noch kaum etwas, aber einmal sagt er "Pap" zu Andy! Als Andy "Dame cinco" (gimme five) zu ihm sagt, schlägt er lachend ein.

Er weigert sich, seine Jacke oder Schuhe (zum Abmessen) auszuziehen. Damit verbindet er wohl noch viel zu sehr die Heimschwestern, vermuten wir. Mit dem Bärchen, das ihm Francisco gestern so lieb geschenkt hat, kann er immer noch nicht viel anfangen. Um 18 Uhr sind wir alle miteinander ziemlich müde und Marco geht heute recht gerne mit der Madre zurück zum Abendessen und seinem Bett. (das wir morgen besichtigen und fotografieren dürfen)

Wir lassen den Abend in der Pizzeria Carlo ausklingen, die uns noch von unserem letzten Cusco-Besuch als sehr gut in Erinnerung ist. Francisco freundet sich gleich mit dem Pizzakoch Teo an und redet relativ viel auf Spanisch mit ihm. Andy hilft ihm zwar durch Einsagen, aber er ergänzt selbständig und es macht ihm richtig Spaß. Wir sind stolz auf unseren Sohn!
Mehr Fotos zu unserem zweiten Tag mit Marco findet ihr hier: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-24.zweiter.Tag.mit.Marco/
+2006-10-23 Mo 23:53
Wir sind glücklich...
...mit unserem neuen Sohn!!!
Heute am späten Nachmittag haben wir eine gute Stunde mit ihm verbringen dürfen. Nach einem anfänglichen Fremdeln hat er sich beim Papa in die Arme geschmiegt und erst mal beobachtet, was ihm der Francisco alles zeigen wollte. Dann ist er auch zur Mama und nachdem ihn der Francisco dann ein paar Mal so richtig zum Lachen gebracht hat, war das Eis gebrochen und wir haben zu dritt gespielt und wirklich einen heiden Spaß gehabt. Francisco hat sich ganz toll als der große vernünftige Bruder gezeigt und war sooooo lieb zu Marco, der übrigens sehr sensibel und auch ein ganz großer Schmuser ist.
Wir fanden es alle sehr schade, als wir uns um 18 Uhr schon wieder trennen mussten. Doch morgen Nachmittag sehen wir uns ja schon wieder. Und wenn es dann und auch übermorgen wieder so toll geht, dann dürfen wir unseren Marco am Donnerstag früh aus dem Heim abholen und mit zu uns nehmen.
Nach einer Woche der Aneinandergewöhnung und gegenseitigen Austestens schreibt die recht nette Sozialarbeiterin einen abschließenden Bericht, ob wir auch zusammenpassen und dann sind wir vier eine Familie! Danach folgt halt noch der leidige Papierkram - mal schaun, wie lang der uns dann noch in Cusco und Lima festhält, bevor wir in den Norden Perus fahren.
Bis jetzt sind wir wirklich glücklich mit unserem kleinen und auch dem großen Zwack. Die beiden scheinen ein ähnliches Temperament zu haben, hihi, einer temperamentvoller als der andere, und es war einfach wunderschön zu beobachten, wie nett sie bereits jetzt zusammen gespielt haben. Francisco ist sehr glücklich mit seinem Geschwisterchen und wir sind es auch!
Hier schon mal zwei nette Fotos von heute Nachmittag:


Mehr Bilder könnt Ihr hier sehen: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-23.Reise.zu.Marco.nach.Cusco/
Heute am späten Nachmittag haben wir eine gute Stunde mit ihm verbringen dürfen. Nach einem anfänglichen Fremdeln hat er sich beim Papa in die Arme geschmiegt und erst mal beobachtet, was ihm der Francisco alles zeigen wollte. Dann ist er auch zur Mama und nachdem ihn der Francisco dann ein paar Mal so richtig zum Lachen gebracht hat, war das Eis gebrochen und wir haben zu dritt gespielt und wirklich einen heiden Spaß gehabt. Francisco hat sich ganz toll als der große vernünftige Bruder gezeigt und war sooooo lieb zu Marco, der übrigens sehr sensibel und auch ein ganz großer Schmuser ist.

Wir fanden es alle sehr schade, als wir uns um 18 Uhr schon wieder trennen mussten. Doch morgen Nachmittag sehen wir uns ja schon wieder. Und wenn es dann und auch übermorgen wieder so toll geht, dann dürfen wir unseren Marco am Donnerstag früh aus dem Heim abholen und mit zu uns nehmen.
Nach einer Woche der Aneinandergewöhnung und gegenseitigen Austestens schreibt die recht nette Sozialarbeiterin einen abschließenden Bericht, ob wir auch zusammenpassen und dann sind wir vier eine Familie! Danach folgt halt noch der leidige Papierkram - mal schaun, wie lang der uns dann noch in Cusco und Lima festhält, bevor wir in den Norden Perus fahren.
Bis jetzt sind wir wirklich glücklich mit unserem kleinen und auch dem großen Zwack. Die beiden scheinen ein ähnliches Temperament zu haben, hihi, einer temperamentvoller als der andere, und es war einfach wunderschön zu beobachten, wie nett sie bereits jetzt zusammen gespielt haben. Francisco ist sehr glücklich mit seinem Geschwisterchen und wir sind es auch!
Hier schon mal zwei nette Fotos von heute Nachmittag:


Mehr Bilder könnt Ihr hier sehen: http://familie.spiegl.de/fotos/2006-10-23.Reise.zu.Marco.nach.Cusco/
+2006-10-23 Mo 10:42
es geht voran...
Hola Patas,
seit Samstag sind wir in Cusco und aklimatisieren uns an die Höhe und die neue Zeit (die Nächte sind immer noch "spannend"
Das Wochenende haben wir ganz ruhig verbracht, unser Zimmerchen hier bei den Schwestern gemütlich eingerichtet, Kinderspielplätze gesucht, gestern sind wir sogar ins Schwimmbad gegangen. Es ist einfach ganz was anderes, in dieser schönen Stadt _nicht_ als Touristen zu sein. Aber es kommt uns auch alles sehr vertraut vor, weil wir ja schon zweimal hier waren.
Heute früh durften wir dann *endlich* zum lokalen Adoptionsbüro gehen. Francisco hat sich genauso gefreut wie wir, und ist die ganze Strecke ohne Murren gegangen, mit dem Bärchen für Marco unterm Arm. Nachdem wir das Haus gefunden hatten (war gar nicht so einfach) wurden wir sehr herzlich empfangen. Die Freude war groß, dass sie nicht englisch reden mussten. Aber das einzige, was wir erfahren haben war, dass wir am Nachmittag um halb 5 Uhr in Marcos Heim gehen dürfen, um ihn kennenzulernen. Die sind dort mit den Besuchszeiten angeblich ganz strikt. Foto hatten sie selber auch keines (auch eine Eigenheit dieses Heims), aber sie haben uns gesagt, dass er ein ganz süßes Kind ist - naja, was anderes haben wir ja auch nicht erwartet. :-)))
Jetzt werden wir den Vormittag also mit Spielen und Internet verbringen. Über Mittag fahren wir mit Solveig (eine dänische Freundin, die wir hier in Peru kennengelernt haben und die jetzt auch zufällig grad wieder hier ist) nach Urcos fahren, um dort den Jesuiten Peter Hansen zu besuchen, bei dem wir auch schon mal Exerzitien gemacht haben.
seit Samstag sind wir in Cusco und aklimatisieren uns an die Höhe und die neue Zeit (die Nächte sind immer noch "spannend"

Das Wochenende haben wir ganz ruhig verbracht, unser Zimmerchen hier bei den Schwestern gemütlich eingerichtet, Kinderspielplätze gesucht, gestern sind wir sogar ins Schwimmbad gegangen. Es ist einfach ganz was anderes, in dieser schönen Stadt _nicht_ als Touristen zu sein. Aber es kommt uns auch alles sehr vertraut vor, weil wir ja schon zweimal hier waren.
Heute früh durften wir dann *endlich* zum lokalen Adoptionsbüro gehen. Francisco hat sich genauso gefreut wie wir, und ist die ganze Strecke ohne Murren gegangen, mit dem Bärchen für Marco unterm Arm. Nachdem wir das Haus gefunden hatten (war gar nicht so einfach) wurden wir sehr herzlich empfangen. Die Freude war groß, dass sie nicht englisch reden mussten. Aber das einzige, was wir erfahren haben war, dass wir am Nachmittag um halb 5 Uhr in Marcos Heim gehen dürfen, um ihn kennenzulernen. Die sind dort mit den Besuchszeiten angeblich ganz strikt. Foto hatten sie selber auch keines (auch eine Eigenheit dieses Heims), aber sie haben uns gesagt, dass er ein ganz süßes Kind ist - naja, was anderes haben wir ja auch nicht erwartet. :-)))
Jetzt werden wir den Vormittag also mit Spielen und Internet verbringen. Über Mittag fahren wir mit Solveig (eine dänische Freundin, die wir hier in Peru kennengelernt haben und die jetzt auch zufällig grad wieder hier ist) nach Urcos fahren, um dort den Jesuiten Peter Hansen zu besuchen, bei dem wir auch schon mal Exerzitien gemacht haben.
+2006-10-21 Sa 10:30
gut angekommen
Hallo,
wir sind gut in Peru angekommen und "genießen" das laute Lima.
Gestern früh hat uns ein relativ starkes Erdbeben um 10 vor 6 aufgeweckt. Das Epizentrum war angeblich in Pisco.
Nachdem wir in der Av. Emancipación schnell noch Dollars in Soles gewechselt haben (da muss man schon immer recht vorsichtig sein - wir sind vorher zusammen extra nochmal die Sicherheitsmerkmale der Soles-Scheine durchgegangen), sind wir ins Taxi gestiegen und zur SNA (Secretaría Nacional de Adopciones) gefahren. Der Wachmann unten am Eingang hätte uns fast nicht reingelassen, weil wir unsere Pässe nicht dabei hatten. Daran hatten wir gar nicht mehr gedacht, dass die peruanischen Ministerien da ganz streng sind. Zuerst hatten wir ein Gespräch mit Dr.Ochoa, die uns schon freudig erwartet hat und uns gleich gesagt hat, dass sie unsere E-Mails so lustig fand (dadurch hatten wir also wohl schon einen Bonus) und dann mit einer Psychologin Maria Teresa, die uns aber eigentlich nichts Neues gesagt hat. Ansonsten läuft alles super und wie geplant. Nach 45min waren wir wieder draussen.
Dann sind wir mit dem Taxi zur Procura der Jesuiten gefahren, um dort unsere Flugtickets nach Cusco zu bezahlen (die wir per E-Mail bestellt hatten) und mit alten Bekannten zu ratschen.
Den restlichen Tag hatten wir nichts Wichtiges mehr vor. Wir haben in der Krankenstation der Jesuiten unseren guten Freund (und Chef-Krankenpfleger) Sixto besucht, der uns damals immer bestens betreut hat. Auch alle anderen bekannten Gesichter dort haben sich riesig gefreut, uns mal wieder zu sehen. Bei "Claro" (Av. Larco) haben wir uns eine Prepaid SIM-Karte für unser altes Triple-Band Nokia-Handy gekauft: nur 20 Soles (ca. 5 Euro) Gebühr für eine eigene Telefonnummer für die 7 Wochen in Peru. Man kann hier zwar sehr einfach und relativ billig selbst in kleinen Städten an jeder Straßenecke Telefonate in die ganze Welt führen, aber es ist dann doch immer ein Abenteuer und nachdem der Luxus eines eigenen Handys gar nicht so teuer ist... Und Telefonate nach Deutschland wollen wir ja eh mit Skype machen.
So, inzwischen ist also schon Samstag und in einer Stunde fliegen wir nach Cusco und am Montag lernen wir Marco kennen. Wenn alles gut läuft nehmen wir ihn am Donnerstag mit zu uns. Alles sehr spannend!
Francisco ist super brav und freut sich riesig auf sein Brüderchen.
Bis später, Andy Heidi Francisco.
wir sind gut in Peru angekommen und "genießen" das laute Lima.
Gestern früh hat uns ein relativ starkes Erdbeben um 10 vor 6 aufgeweckt. Das Epizentrum war angeblich in Pisco.
Nachdem wir in der Av. Emancipación schnell noch Dollars in Soles gewechselt haben (da muss man schon immer recht vorsichtig sein - wir sind vorher zusammen extra nochmal die Sicherheitsmerkmale der Soles-Scheine durchgegangen), sind wir ins Taxi gestiegen und zur SNA (Secretaría Nacional de Adopciones) gefahren. Der Wachmann unten am Eingang hätte uns fast nicht reingelassen, weil wir unsere Pässe nicht dabei hatten. Daran hatten wir gar nicht mehr gedacht, dass die peruanischen Ministerien da ganz streng sind. Zuerst hatten wir ein Gespräch mit Dr.Ochoa, die uns schon freudig erwartet hat und uns gleich gesagt hat, dass sie unsere E-Mails so lustig fand (dadurch hatten wir also wohl schon einen Bonus) und dann mit einer Psychologin Maria Teresa, die uns aber eigentlich nichts Neues gesagt hat. Ansonsten läuft alles super und wie geplant. Nach 45min waren wir wieder draussen.
Dann sind wir mit dem Taxi zur Procura der Jesuiten gefahren, um dort unsere Flugtickets nach Cusco zu bezahlen (die wir per E-Mail bestellt hatten) und mit alten Bekannten zu ratschen.
Den restlichen Tag hatten wir nichts Wichtiges mehr vor. Wir haben in der Krankenstation der Jesuiten unseren guten Freund (und Chef-Krankenpfleger) Sixto besucht, der uns damals immer bestens betreut hat. Auch alle anderen bekannten Gesichter dort haben sich riesig gefreut, uns mal wieder zu sehen. Bei "Claro" (Av. Larco) haben wir uns eine Prepaid SIM-Karte für unser altes Triple-Band Nokia-Handy gekauft: nur 20 Soles (ca. 5 Euro) Gebühr für eine eigene Telefonnummer für die 7 Wochen in Peru. Man kann hier zwar sehr einfach und relativ billig selbst in kleinen Städten an jeder Straßenecke Telefonate in die ganze Welt führen, aber es ist dann doch immer ein Abenteuer und nachdem der Luxus eines eigenen Handys gar nicht so teuer ist... Und Telefonate nach Deutschland wollen wir ja eh mit Skype machen.
So, inzwischen ist also schon Samstag und in einer Stunde fliegen wir nach Cusco und am Montag lernen wir Marco kennen. Wenn alles gut läuft nehmen wir ihn am Donnerstag mit zu uns. Alles sehr spannend!
Francisco ist super brav und freut sich riesig auf sein Brüderchen.
Bis später, Andy Heidi Francisco.