+2006-11-30 Do 22:46

Reis und Soja

Gestern haben wir Marcela einen Besuch in ihrem Casa Hogar "José María Izuzquiza" abgestattet. Vor vier Jahren haben wir (finanziell) mitgeholfen, ihren Traum eines Behindertenzentrums zu verwirklichen. Wir sind total erstaunt, wie weit sie inzwischen gekommen ist. Es ist eine richtig tolle Reha-Klinik geworden! Mit medizinischem Know-How und Geräten, die nicht mal das lokale Krankhaus hat. Auch die Schreinerei ist toll eingerichtet! Marcela und ihre Freunde haben wirklich Erstaunliches geleistet. Die Klinik ist eine Bereicherung für die ganze Stadt Jaén, und nicht nur für die Behinderten - auch andere Reha-Patienten kommen nun hierher. Wer Geld hat, zahlt für die Behandlung, ganz Arme werden aber kostenlos behandelt. Ansonsten finanzieren sie sich über internationale Projektgelder. Falls also einer von Euch mal nicht wissen sollte, wohin mit seinem Geld und eine wirklich sinnvolle Spende machen will...



Marco und Francisco dürfen auch mal Rollstuhl fahren.


Und auch "unser" Mototaxi gibt es noch:


...wenn auch nicht mehr in ganz so gutem Zustand wie im Mai 2003:


Heute haben wir uns länger mit Ismaél getroffen und seinen Hausbau bewundert. Anschließend sind wir zusammen mit seiner Frau Alisia und Sohn Miguelangel zu den Feldern seines Vaters gefahren. Dort hat Francisco mal den Reisanbau ganz aus der Nähe betrachten können. Auch Soja-Felder gibt es dort. Sojapflanzen hatten wir selber auch noch nicht gesehen.



Auf dem Weg zum gemeinsamen Mittagessen im "Cascada Park" hat Andy mal mit Ismaéls Mototaxi fahren dürfen. Das fährt sich ja ganz anders als ein normales Motorrad! Andy wäre ein paar Mal fast in den Graben gefahren. :-)



Am Nachmittag sind wir in unser ehemaliges Wohnviertel "Las Palmeras". Das hat sich inzwischen ganz schön gemausert. Geteerte Straßen, neue Häuser und ein richtig netter Park.


Die Nachbargrundstücke von "unserem" Haus, auf denen früher Reis getrocknet wurde, sind jetzt auch bebaut, aber wir haben das Haus trotzdem sofort wiedergefunden. :-)

Ganz frech haben wir dann die neuen Mieter angesprochen und durften tatsächlich nochmal reinschauen. Der Garten ist noch fast wie wir ihn verlassen hatten, mit allen Pflanzen, die wir gehegt und gepflegt haben. Auch die von uns gepflanzten Bananen sind noch da und haben scheinbar schon viele Früchte getragen. Insgesamt ist es ein ziemlich komisches Gefühl, wieder hier zu sein :-)

Dann sind wir auch noch zur Kirche unserer ehemaligen Gemeinde gegangen, denen wir damals beim Bau auch etwas unter die Arme gegriffen hatten. Dort hat sich nicht viel verändert. Leider haben wir am Samstag keine Zeit, dort in die Messe zu gehen.

Am Nachmittag und Abend haben wir dann noch viele Freunde besucht und sind auch wieder zum Essen eingeladen worden. Die ganze Woche haben wir nur ein einziges Mal alleine gegessen!



Als die Kinder schlafen, ist Andy nochmal ins Radio gefahren und hat erst lange mit Audinas Sohn (der seiner Mutter immer bei der Nachtwache hilft) geratscht und sich dann wieder in sein altes Büro gesetzt, um ein bisserl zu arbeiten.

Noch mehr Bilder von diesen Tagen:

Posted by Andy Spiegl | Permanent Link | Categories: Adoption

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