Reis und Soja
Gestern haben wir Marcela einen Besuch in ihrem Casa Hogar
"José María Izuzquiza" abgestattet. Vor vier Jahren haben
wir (finanziell) mitgeholfen, ihren Traum eines Behindertenzentrums
zu verwirklichen. Wir sind total erstaunt, wie weit sie inzwischen
gekommen ist. Es ist eine richtig tolle Reha-Klinik geworden! Mit
medizinischem Know-How und Geräten, die nicht mal das lokale
Krankhaus hat. Auch die Schreinerei ist toll eingerichtet! Marcela
und ihre Freunde haben wirklich Erstaunliches geleistet. Die Klinik
ist eine Bereicherung für die ganze Stadt Jaén, und nicht
nur für die Behinderten - auch andere Reha-Patienten kommen
nun hierher. Wer Geld hat, zahlt für die Behandlung, ganz Arme
werden aber kostenlos behandelt. Ansonsten finanzieren sie sich
über internationale Projektgelder. Falls also einer von Euch
mal nicht wissen sollte, wohin mit seinem Geld und eine wirklich
sinnvolle Spende machen will...
Marco und Francisco dürfen auch mal Rollstuhl fahren.
Und auch "unser" Mototaxi gibt es noch:
...wenn auch nicht mehr in ganz so gutem Zustand wie im Mai 2003:
Heute haben wir uns länger mit Ismaél getroffen und
seinen Hausbau bewundert. Anschließend sind wir zusammen mit
seiner Frau Alisia und Sohn Miguelangel zu den Feldern seines
Vaters gefahren. Dort hat Francisco mal den Reisanbau ganz aus der
Nähe betrachten können. Auch Soja-Felder gibt es dort.
Sojapflanzen hatten wir selber auch noch nicht gesehen.
Auf dem Weg zum gemeinsamen Mittagessen im "Cascada Park" hat Andy
mal mit Ismaéls Mototaxi fahren dürfen. Das fährt
sich ja ganz anders als ein normales Motorrad! Andy wäre ein
paar Mal fast in den Graben gefahren.
Am Nachmittag sind wir in unser ehemaliges Wohnviertel "Las
Palmeras". Das hat sich inzwischen ganz schön gemausert.
Geteerte Straßen, neue Häuser und ein richtig netter
Park.
Die Nachbargrundstücke von "unserem" Haus, auf denen
früher Reis getrocknet wurde, sind jetzt auch bebaut, aber wir
haben das Haus trotzdem sofort wiedergefunden.
Ganz frech haben wir dann die neuen Mieter angesprochen und durften
tatsächlich nochmal reinschauen. Der Garten ist noch fast wie
wir ihn verlassen hatten, mit allen Pflanzen, die wir gehegt und
gepflegt haben. Auch die von uns gepflanzten Bananen sind noch da
und haben scheinbar schon viele Früchte getragen. Insgesamt
ist es ein ziemlich komisches Gefühl, wieder hier zu sein
Dann sind wir auch noch zur Kirche unserer ehemaligen Gemeinde
gegangen, denen wir damals beim Bau auch etwas unter die Arme
gegriffen hatten. Dort hat sich nicht viel verändert. Leider
haben wir am Samstag keine Zeit, dort in die Messe zu gehen.
Am Nachmittag und Abend haben wir dann noch viele Freunde besucht
und sind auch wieder zum Essen eingeladen worden. Die ganze Woche
haben wir nur ein einziges Mal alleine gegessen!
Als die Kinder schlafen, ist Andy nochmal ins Radio gefahren und
hat erst lange mit Audinas Sohn (der seiner Mutter immer bei der
Nachtwache hilft) geratscht und sich dann wieder in sein altes
Büro gesetzt, um ein bisserl zu arbeiten.
Noch mehr Bilder von diesen Tagen: