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  <updated>2009-05-04T17:37:23+02:00</updated>

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    <name>Andy Spiegl</name>

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    <title type="html">Leyen-Theater</title>

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      <name>Andy Spiegl</name>
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    <published>2009-04-22T16:00:04+02:00</published>

    <updated>2009-04-22T16:00:04+02:00</updated>

    <category term="Politik" />

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      <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<![CDATA[Heute mal was Ernstes: der K(r)ampf gegen die Kinderpornografie.
<br /><br />
Leider verstehen meist nur computertechnisch versierte, was unsere
Bundesvorzeigemutter hier gerade f&uuml;r ein Theater spielt.  Alle anderen
sind wahrscheinlich einfach nur begeistert, dass sie sich f&uuml;r unsere
Kinder einsetzt.
<br /><br />
Leider ist das aber gar nicht so, was jeder nach dieser Lekt&uuml;re
verstehen wird:<br>
 <a href="http://www.heise.de/ct/artikel/135867">http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867</a>
<br /><br />
Besonders beeindruckend und aufschlussreich ist dieser Abschnitt:
<br /><br />
<blockquote>
 Vor diesem Hintergrund machte j&uuml;ngst die Kinderschutzorganisation
 Carechild ein aufschlussreiches Experiment. Sie verwendete dazu 20
 Adressen aus der im Netz aufgetauchten d&auml;nischen Sperrliste. 17 der
 Seiten waren in den USA gehostet, jeweils eine in den Niederlanden,
 S&uuml;dkorea und England. Carechild schrieb an die Abuse-Mail-Adressen
 der Hostingprovider und bat um Entfernung der Inhalte. Das Ergebnis:
 acht US-amerikanische Provider haben die Domains innerhalb der ersten
 drei Stunden nach Versand der Mitteilung abgeschaltet. Innerhalb
 eines Tages waren 16 Adressen nicht mehr erreichbar, bei drei
 Websites teilte der jeweilige Provider laut Carechild glaubhaft mit,
 dass die Inhalte nach augenscheinlicher Pr&uuml;fung keine Gesetze
 verletzen oder der Betreiber f&uuml;r die abgebildeten Personen
 entsprechende Altersnachweise vorlegen konnte.
<br /><br />
 Geht man davon aus, dass die Inhalte zuvor l&auml;ngere Zeit auf der
 Sperrliste standen, f&uuml;hrt dieses Experiment die Argumentation des
 Familienministeriums ad absurdum: Die d&auml;nischen
 Strafverfolgungsbeh&ouml;rden setzten anscheinend illegale Inhalte lieber
 auf eine Sperrliste, als sich darum zu bem&uuml;hen, sie aus dem Netz zu
 verbannen. So sind die Inhalte f&uuml;r den unbedarften Teil der
 Bev&ouml;lkerung vielleicht nicht mehr sichtbar, aber f&uuml;r die
 P&auml;dokriminellen umso besser und l&auml;nger.
</blockquote>
<br /><br />
Wir werden hier also leider nach Strich und Faden verars... &auml;h, ihr
wisst schon.
<br /><br />
Sogar die Missbrauchsopfer selber sind gegen diese Ma&szlig;nahmen:
 <a href="http://www.golem.de/0904/66528-2.html">http://www.golem.de/0904/66528-2.html</a>
<br /><br />
Und heute haben sie glatt noch eins draufgesetzt und einfach mal die
Unschuldsvermutung ausgehebelt:
<br /><br />
<blockquote>
 Der Entwurf sehe daher vor, dass es f&uuml;r die Strafverfolger m&ouml;glich
 sei, "in Echtzeit" direkt beim Provider auf die IP-Adressen der
 "Nutzer" des virtuellen Warnschilds zuzugreifen. Eine Strafbarkeit
 liege schon in dem Moment vor, wenn nicht nachgewiesen werden k&ouml;nne,
 dass es sich um ein Versehen oder eine automatische Weiterleitung
 gehandelt habe.
</blockquote>
<br /><br />
Quelle: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-Gesetzesentwurf-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136556">http://www.heise.de/newsticker/meldung/136556</a>
<br /><br />
So, und jetzt macht Euch bitte ein eigenes Bild und erz&auml;hlt es in
Eurem Bekanntenkreis herum, damit nicht nur ITler kapieren, was hier
gespielt wird.  Zum <strong>wirklichen Schutz unserer Kinder</strong>!
<br /><br />
Danke,<br>
 Andy.]]>
      </div>
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