Wie findet man zu uns?Wir wurden nun immer wieder von Freunden, die uns besuchen wollen, angeschrieben, wie man eigentlich zu uns kommt. Gute Frage! :-) Bis Lima werdet ihr ja noch finden. Da die Flüge aus Europa immer abends in Lima ankommen, müßt Ihr auf jeden Fall erst mal übernachten. Von dort aus gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ihr fliegt ein Stück oder ihr macht alles mit dem Bus. Auf jeden Fall müßt Ihr durch Chiclayo (im Norden Perus an der Küste) durch. Von dort aus gibt es dann nur noch eine Möglichkeit: Busfahren. Der Flug von Lima nach Chiclayo kostet ca. 70 US$ und dauert ca. 1 Stunde. Diesen Flug könnt ihr wahrscheinlich schon von Deutschland (oder wo immer ihr abfliegt) aus buchen. Wenn nicht, organisieren wir für Euch was. Billiger, dafür zeitaufwendiger, könnt ihr von Lima aus mit einem der vielen Busunternehmen an der Küste entlang in ca. 10 Stunden nach Chiclayo fahren. Die Busse sind in der Regel sehr gut ausgestattet. Wir fahren die Strecke immer in der Nacht, da es untertags doch recht warm und vor allem auch lang werden kann und nicht allzuviel zu sehen ist. Der Bus rauscht einfach die Panamerikana durch. Preis für einen "Bus Cama", also Schlafbus: 80 Soles (z.Zt. 1 DM = 1,60 Soles), mit "normalem" Reisebus nur 40 Soles. Der Unterschied ist, daß man im "bus cama" die Sitze weiter nach hinten lehnen kann und außerdem noch tolle, bequeme Fußstützen hat, was zum Essen und Trinken bekommt und eine Stewardess an Bord ist. Zu empfehlen sind die Unternehmen "Línea", "Cruz del Sur" und "Oltursa". Von ihnen wissen wir, daß sie professionelle Fahrer haben und diese sich während der Fahrt auch abwechseln. Das ist bei anderen Gesellschaften (was uns erzählt wurde) nicht unbedingt so. Auch hier solltet ihr aber spätestens am Abfahrtstag vormittags reservieren. Die Busse fahren in der Regel zwischen 20 und 21 Uhr ab und kommen zwischen 6 und 7 Uhr morgens in Chiclayo an. In Chiclayo angekommen sind gleich ein paar Häuser weiter dann die Terminals der Busgesellschaften, die rauf nach Jaén fahren. Wenn Ihr mit Línea kommt, könnt Ihr gleich mit dem nächsten Bus von Línea weiter fahren, wobei der aber erst um 1 Uhr nachmittags geht. Die von Huamantanga z.B. fahren auch zu anderen Zeiten. Turismo Jaén ist nicht empfehlenswert, da die Fahrer ziemlich rasen und unser Freund Marco einmal schon fast damit verunglückt wäre. Am empfehlenswertesten ist wirklich "Línea". Fragt am besten bei dem Busterminal, an dem Ihr ankommt, wo Ihr hingehen müßt. Laßt die leider sehr lästigen Taxifahrer stehen. Alle Busterminals sind in Gehweite (max. 5 Minuten) und die Straßen von Chiclayo sind bei Tageslicht relativ sicher. Ausnahme: Oltursa ist etwas weiter weg - da rentiert sich ein Taxi dann doch. Wenn ihr länger auf einen Anschluß warten müßt, dann könnt ihr Euer Gepäck bei Línea aufbewahren lassen ("Quiero guardar mis maletas.") und ein bißchen in Chiclayo rumlaufen. Empfehlenswert wäre z.B. ein sehr guter "Saftladen" in der Avenida Balta N°465: Jugería "Don Benny". Es ist ein großer Laden auf der linken Straßenseite an einem Eck, nur 3 Blocks von der Av. Bolognesi (wo die Busterminals sind) entfernt, gut zu erkennen an einem großen, gelben Schild auf dem "D'Onofrio" steht. Dort werden auch Milchprodukte, Brot und Wurst etc. verkauft und es ist eine Art Cafe dabei. Bestellt Euch am besten einen der sehr guten Säfte = Jugo (sprich "chugo"). Alternativ könntet ihr auch mit einem Taxi (2 Soles) zum "Mercado Modelo" - einem sehr typischen, schönen und großen Markt - fahren und dort rumschlendern. Interessant ist auch der "Mercado de las brujas", sprich der Hexenmarkt oder besser Kräutermarkt. Er befindet sich in einem Eck des Marktes. Oder ihr setzt Euch in eine der vielen "Cabina Internet", die um den Hauptplatz "Plaza de Armas" verstreut sind und schreibt uns eine Mail, wo ihr seid und wann ihr in Jaén ankommt, damit wir Euch abholen können. Falls ihr Euch länger in Chiclayo aufhalten müßt/wollt, empfiehlt sich das "Hotel Sicán" (Taxifahrer kennen es), wo es für 40 Soles ein Doppelzimmer gibt. Zum Essen gehen wir gern in die Pizzeria "Los Maderos - Chez Maggy" in der Avenida Balta, weil es in Jaén keine Pizzas gibt und wir deshalb immer einen Heißhunger darauf haben. Gute einheimische Kost gibt es im Restaurant "Hebron", auch in der Avenida Balta. Für den kleineren Geldbeutel empfiehlt sich die leckere Pizzeria "La Pizzita" in der Straße San José Ecke Luis Gonzales (nur abends geöffnet). Untertags befindet sich in dem selben Lokal die Cevicheríá "Ricomar", in der ihr schon mal Euren Magen auf peruanisch umstellen könnt. Mit Ceviche sollten Europäer grundsätzlich sehr vorsichtig sein und nur in vertrauenswürdigen Lokalen essen. Ricomar können wir wirklich empfehlen. Für die Strecke Chiclayo-Jaén müßt Ihr ca. 7 Stunden rechnen. Hoffentlich seid Ihr Paßstraßen-fest :-). Es gibt leider keine andere Verbindung. - Doch, gibt es. Wir haben ca. ½ Std. außerhalb von Jaén einen "Flughafen", wo gegen entsprechende Dollars auch ein Hubschrauber hochkommt bzw. runter nach Chiclayo fliegt. Für uns war das bis jetzt noch nie ein Thema und wir wissen auch noch gar nicht, wo man Tickets dafür bekommt. In Jaén angekommen, steigt ihr am einfachsten in eines der vielen Mototaxis um (kostet innerhalb Jaén immer einen Sol) und laßt Euch zum Radio Marañón kutschieren - das kennt jeder in der Stadt. Falls ihr schon recht spät ankommt und wir deshalb schon nicht mehr im Radio sind, dann laßt Euch in das Viertel "Las Palmeras" fahren. Wichtig: es gibt auch ein Hotel, das "Las Palmeras" heißt. Das verwechseln die lieben Mototaxifahrer recht gern, weil sie nicht glauben wollen, daß ein Ausländer nicht ins Hotel will. Unser Haus in "Las Palmeras" zu beschreiben, ist etwas komplizierter. Deshalb sagt uns auf alle Fälle vorher, wann ihr kommen wollt, dann holen wir Euch natürlich am Busterminal ab. Welche Impfungen braucht man für Peru?Für Perú sind zur Zeit keine vorgeschrieben (Stand Oktober 2001). Uns wurde damals zu ein paar geraten: Gelbfieber, mindestens Hepatitis B (besser gleich die Kombi A+B), Tetanus, Diphterie, Polio. Die meisten davon sind übrigens inzwischen selbst in Deutschland sinnvoll. |