Dezember 2006 Archives

+2006-12-23 Sa 22:19

Kinderaugen

Wo Kinder als Geschenk angenommen werden
Wo Kinder ein Zuhause haben
Wo Kinder Geborgenheit und Liebe erfahren
Wo Kinder geachtet werden
Wo Kinder lachen dürfen
Wo Kinder Hoffnung verbreiten
Wo Kinder Kind sein dürfen
Wo Menschen wie Kinder werden
Wo Kinderaugen strahlen können - dort wird Gottes Menschwerdung spürbar

(www.kinderaugen.at)

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+2006-12-23 Sa 22:18

Seesterne am Strand

Ein Mann geht am Meeresstrand entlang, als er in einiger Entfernung eine Bewegung sieht. Als er näher kommt, erkennt er einen kleinen Jungen, der sich immer wieder bückt und etwas ins Wasser wirft. Als er den Jungen erreicht hat, fragt er ihn, was er da tue. Der Junge sagt: "Die Sonne scheint und es ist Ebbe. Hier liegen viele Seesterne auf dem Trockenen, die sterben werden, bevor die Flut kommt, wenn ich sie nicht ins Wasser werfe."

Darauf entgegnet der Mann: "Aber Junge, weißt Du, wieviele Kilometer lang der Strand ist und wieviele Tausend Seesterne auf dem Sand liegen? Es macht überhaupt keinen Unterschied, ob Du ein paar davon wieder ins Wasser wirfst oder nicht."

Der Junge denkt einen Moment nach, lächelt, bückt sich, hebt einen Seestern auf, wirft ihn ins Wasser und sagt: "Für diesen macht es schon einen!".

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+2006-12-18 Mo 23:55

Frohe Weihnachten!

  Frohe Weihnachten!
          ¡Felíz Navidad!
                  Merry Christmas!

... und ein Glückliches Neues Jahr! ... and a Happy New Year! ... y Próspero Año Nuevo!

Les deseamos un ADVIENTO muy BONITO y una NAVIDAD FELIZISIMA y TRANQUILA con mucho tiempo para sus familias y amigos y para agradecer a nuestro señor por todas las cosas MARAVILLOSAS que nos está regalando CADA DÍA O como Madre Teresa de Calcuta ha dicho La vida es felicidad - merécela!
(Y qué su arbol de navidad sea más grande que ese!)

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+2006-12-15 Fr 03:45

Advent daheim

(dies wird ziemlich sicher der letzte Eintrag in dieser Blog-Kategorie sein)

Wir haben uns daheim inzwischen schon wieder gut eingelebt. Das mit dem Durchschlafen klappt zwar immer noch nicht so richtig, aber abgesehen davon sind wir alle sehr glücklich und beginnen langsam, uns auf Weihnachten einzustimmen. Am Sonntag nach der Kirche waren wir am Christkindlmarkt in Forst Kasten und am Montag beim Kinderturnen kam sogar der Nikolaus.



In meinen freien Minuten kümmere ich mich um die noch ausstehenden und versprochenen Bilder. Heute abend bin ich damit endlich fertig geworden, da ich eh nachts arbeiten musste:


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+2006-12-09 Sa 23:37

gut heimgekommen

Wir sind wieder daheim!

Der Flug war lang, die Kinder haben nicht besonders gut geschlafen und uns auch wachgehalten, aber sonst hat alles bestens geklappt. Als Heidi nach dem Abflug in Lima zu Francisco gesagt hat: "Sag auf Wiedersehen zu Peru. Wer weiß, wann wir wieder mal hierher kommen...", hat Francisco prompt geantwortet: "Ich komm auf jeden Fall wieder. Ihr dürft auch mitkommen, wenn Ihr Zeit habt".

Die neuen Sicherheitskontrollen in Europa sind sehr ärgerlich, um nicht zu sagen lächerlich: man darf überhaupt keine Flüssigkeiten mehr ins Flugzeug mitnehmen, also z.B. auch kein Trinkwasser für die Kinder!

Kurz vor der Landung in München hat Francisco dann zu Marco gesagt: "No te asustes Marco, hay una pizzeria en nuestra casa." (Erschrick nicht, Marco, bei uns daheim gibt's eine Pizzeria) und gleich nach dem Aussteigen: "Ahora estamos a casa" (Jetzt sind wir daheim).

Am Flughafen wurden wir freudig von der Verwandtschaft begrüßt. Marco ist sofort strahlend auf seine Oma zugelaufen. Ob er sich an die Familienfotos erinnert hat, die ihm im Heim noch vor unserer Ankunft gezeigt wurden? Nein, wahrscheinlich liegt es daran, dass er in den letzten Wochen sehr, sehr viele Freunde von uns kennengelernt hat, die ihn alle genauso angelacht haben wie jetzt die Oma.



Nach etwas Überredungsarbeit bei Francisco haben wir unsere beiden Fratzen ganz peruanisch gekleidet mit Ponchos, Mütze, Panflöte und Ocarina rausgeschickt. :)



Daheim angekommen (ca. 20:45 Uhr), haben sich Francisco und Marco sofort auf die Spielsachen gestürzt und haben selbst die versprochene Pizza (von der erwähnten Pizzeria gleich gegenüber) erst nach persönlichem Abholen aus dem Kinderzimmer geessen.

Dank der Zeitumstellung (plus 6 Std.) wollten die beiden dann auch nicht ins Bett gehen. Also haben wir sie nochmal 1 Std. spielen lassen und dann auch noch in die Badewanne gehen lassen. Marco wollte sogar freiwillig rein! Und dann haben die beiden in der warmen Wanne geplanscht wie die Weltmeister. Vielleicht hat Marco ja doch noch das Zeug zu einem Wasserratz??? Danach (00:45 Uhr) sind sie dann gleich eingeschlafen.



Heute vormittag haben wir alle so lang geschlafen wie wir wollten. Es war so unglaublich schön weich und kuschelig im eigenen Bett! Um viertel nach eins (13 Uhr!) ist Marco aus dem Bett gekrabbelt und hat uns schluchzend gesucht. Kurz danach kam auch Francisco (der seit gestern im Stockbett oben schläft!) und hat nach einem Blick aus dem Fenster freudestrahlend verkündet: "Da liegt ja Schnee!" Wir haben's ihm erst gar nicht geglaubt, aber Ihr habt wirklich ganze Arbeit geleistet, super! :)



Der restliche Tag ist schnell erzählt, da ja nicht mehr viel davon übrig war: Marco und Francisco waren ganz selig im Kinderzimmer und wir haben aufgeräumt, die Waschmaschine gefüttert und mit der Verwandtschaft telefoniert. Mittags (also sozusagen zum Frühstück) gab's die heiß ersehnten Fischstäbchen und abends g'scheite bayrische Brezen (vom Penny :) und Wurst. Danach sind beide Kids erschöpft eingeschlafen. Wir hatten aber schon befürchtet, dass daraus nur ein "Mittagsschlaf" wird und tatsächlich begann das eigentliche Abenteuer des Tages erst vor ein paar Stunden, als Marco wieder aufgewacht ist und putzmunter war. Heidi war dann eine ganze Weile bei ihm am Bett, aber es war einfach nichts zu machen. Dann hat ihn Andy ins Büro mit raufgenommen, wo er brav gespielt hat... bis plötzlich auch Francisco in der Tür stand. Er ist aufgewacht, hat sich erst gewundert, wo sein Bruder ist und hat ihn dann mit den Spielzeugautos juchzern gehört. Klar, dass er da nicht mehr ruhig schlafen konnte. :)

Um 1:30 Uhr hat Heidi dann einen neuen Versuch unternommen und seitdem sitzt/liegt sie im Kinderzimmer und versucht alle Tricks, die wir auf Lager haben, um die beiden zum Einschlafen zu "überreden". Morgen kann ja ein lustiger Tag werden.

Fazit und Tipp an alle Eltern, die von einer weiten Reise zurückkehren: Verzichtet am ersten Morgen lieber auf's Ausschlafen und schmeisst Eure Kinder auch aus den Federn. Dann sind sie bestimmt ziemlich unausstehlich, aber gehen dafür abends garantiert ins Bett. Hm, ob sie dann aber wirklich durchschlafen, können wir Euch aber auch nicht garantieren. Die innere Uhr braucht einfach seine Zeit, bis sie umgestellt ist.

So, und jetzt gehe ich, Andy, auch ins Bett. In 5 Stunden klingelt der Wecker für die Kirche...

Mehr Bilder:

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+2006-12-07 Do 15:50

Heimflug

Die Koffer sind fast gepackt. Die Kinder sind gewaschen und "kampelt", sogar die Haare haben wir ihnen heute noch geschnitten. Die Heidi hat Andy leider zum Friseur geschickt. Hat zwar nur 10 Soles (ca. 2,50 Euro) gekostet, aber so sieht sie jetzt auch aus. :-)

In 5 Stunden geht der Flug nach Hause. Die Kinder sind schon ganz aufgeregt, aber haben jetzt gottseidank doch noch eine Siesta gemacht.

Also jetzt wird's für Euch höchste Zeit, dass Ihr in München Schnee herbekommt! Was kriegt der Marco denn sonst für einen ersten Eindruck von Deutschland, tststs?

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+2006-12-06 Mi 23:51

alle Papiere komplett

Heute vormittag waren wir nochmal in der Passstelle, um Marcos Geburtsort korrigieren zu lassen. Eigentlich wäre das ganz schnell gegangen, wenn sie nicht erst 1,5 Std. nach den Unterlagen hätten suchen müssen! Aber jetzt haben wir wenigstens alle Papiere korrekt und komplett.

Mittags haben wir unseren guten Freund und Jesuitenbruder Sixto besucht:



Am Nachmittag haben wir uns bei der Adoptionsstelle den Abschlussbescheid von Franciscos Adoption abgeholt. Die letzten 3 Jahre mussten wir ja noch halbjährlich Postadoptiv-Berichte schicken, aber jetzt haben wir schwarz auf weiß, dass der Fall komplett abgeschlossen ist. Für Marco werden wir das sogar 4 Jahre lange machen müssen, da wir diesmal aus dem Ausland adoptiert haben und nicht wie bei Francisco als peruanische Einwohner, was wir 2003 ja noch waren. Wir waren total erstaunt, als wir festgestellt haben, dass die Chefin der Postadoptiv-Kontrollstelle (auch eine Juristin) 100% unserer Meinung ist, was die Nachnamen von Ausländern betrifft. Sie hat auf dem Abschlussbescheid ganz selbstverständlich "Heidrun Maria Spiegl" geschrieben und uns gesagt, dass alles andere ja inkorrekt wäre. Schließlich stünde in ihrem Pass ja auch "Spiegl" und nicht mehr "Kaufmann". Nur schade, dass diese sonst auch sehr freundliche und hilfsbereite Dame in den anderen Bereichen nichts zu sagen hat!



Die Kinder freuen sich schon wahnsinnig auf den morgigen Heimflug und sind auch heute Abend wieder ganz schnell eingeschlafen.

Wir haben noch lange und sehr nett mit unserem Freund Elvis geratscht



und danach wieder ein paar Fotos der letzten Tage (im Blog) ergänzt:

Mehr Bilder zu heute:

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+2006-12-05 Di 23:33

Endspurt in Lima

Gestern Abend wurde es recht spät, bis wir "frei" hatten, weil die Kids mal wieder gar nicht einschlafen wollten. Danach waren wir dann selber zu kaputt, um noch Bilder für Euch auszusortieren.

Heute früh haben wir alle miteinander dementsprechend lange geschlafen und dann am Vormittag praktisch nichts mehr von dem geschafft, was wir vorhatten. Am Nachmittag waren wir dafür umso produktiver. Wir haben Franciscos tolle Spiderman-Turnschuhe mit Blinklichtern bei der Spedition CIVA abgeholt (der Uhrmacher in Jaén, der die Batterien austauschen sollte, wollte sie uns zusammen mit den im voraus bezahlten 20 Soles für die Batterien abknöpfen, indem er am Sonntag einfach nicht zur Arbeit erschien, aber er hat nicht mit unseren guten Freunden in Jaén gerechnet, die ihn dann am Montag bei seinem Stand heimgesucht und ziemlich geschimpft haben! :-)

Vorher haben wir noch ganz stolz Marco in der Jesuitenprokur vorgestellt und uns gleich für die nächsten 5-10 Jahre verabschiedet. Und zum Schluss haben wir uns noch mit Musik-CDs und Film-DVDs (für 3 Soles (ca. 75 Eurocent) pro Stück) und neuen Schuhen im Einkaufszentrum "Polvos Azules" billigst für die nächsten Jahre eingedeckt. Liest hier jemand vom deutschen Zoll mit?


Ohne Mittagsschlaf waren Marco und Francisco heute sehr schnell in der Falle und wir hatten einen halbwegs freien Abend, um Euch wieder mit ein paar (aber leider immer noch nicht allen) Bildern zu versorgen (s.u. direkt im Blog) und auch hier: im Radio Marañón, Schwimmbad, Affen bei Paco, Marcelas Reha-Zentrum

Mehr Bilder von heute:

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+2006-12-04 Mo 10:14

wieder in Lima

Seit heute früh sind wir wieder in Lima. Nach einer ziiiiemlich langen Busfahrt von Jaén (gestern Mittag) über Chiclayo (gestern Abend) bis nach Lima.

Unsere Freunde in Jaén haben uns einen tollen Abschied am Busbahnhof bereitet. Da wird einem schon ganz wehmütig. Keine Ahnung, wann wir es wieder mal bis dorthin schaffen!



Heute abend füllen wir die Lücken unten für die Bilder, wo noch was fehlt. Denn jetzt müssen wir erst mal Marcos Einreisevisum auf der deutschen Botschaft abholen.

Bilder:

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+2006-12-02 Mi 23:49

Meerschweinchen und Motorradfahren

Heute Mittag haben wir bei Audina ein Festmahl serviert bekommen:

Erst eine für die Gegend typische Churumbo-Suppe (mit Bananen und Mais), dann Meerschweinchen und zur Nachspeise eine riesige Menge Gelatine. Dazu selbstgemachte Sojamilch speziell für Francisco. Und später hat sie uns dann auch noch Picarones (ähnlich wie Apfelkücherl ohne Apfel :-) mit Zuckerrohrsirup kredenzt. Wahnsinn!



Abends waren wir dann zur "Quincenera" (15. Geburtstag) von Chanas Tochter Carolina eingeladen. Die Mädchen feiern hier ihren 15. Geburtstag ganz groß und die Buben ihren 18. Carolina hat sich ja gewünscht, dass wir ihre Paten sind - eine große Ehre, die wir natürlich gerne angenommen haben, auch wenn wir überhaupt nicht wussten, was für Verpflichtungen wir da auf uns nehmen. Es war aber halb so schlimm: wir haben ihr ein bisserl größeres Geschenk gemacht (schöne silberne Schuhe) und Andy "durfte" dann eine kurze Ansprache halten, bevor alle Gäste auf Carolina angestossen haben. Die restliche Feier bestand hauptsächlich aus Tanz zu spanischer Techno-Musik. Francisco und Marco fanden das gar nicht so schlecht und Francisco hat einen erschreckenden Hang zum techno-mäßigen Tanzstil gezeigt. Das kann später ja noch lustig werden! :-)



Sehr witzig fanden wir, dass die Musik von dem Computer abgespielt wurde, den Andy vor 6 Jahren mit nach Peru gebracht hat und 2003 dann zum Abschied dem Ralph geschenkt hatte. Der hat ihn inzwischen an einen Diskjockey weiterverliehen und so leistet er immer noch gute(?) Dienste.

Um 22:30 Uhr waren die Kids dann zu müde, um noch länger zu bleiben. Die Feier ging aber trotz dem geringen Alter der Gäste noch bis 2 Uhr früh.

Mehr Bilder:

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+2006-12-01 Fr 23:14

schon wieder Abschied

Paco ist genial! Nachdem er ja von fast allem, was es in Jaén so an ONGs (Nicht-Regierungs-Organisationen) gibt, Direktor ist oder schon mal war, hat er uns ohne Probleme ein Auto organisiert, um zum Ackergrundstück von Juan Guevara zu fahren. Er leiht uns den Jeep der Caritas, samt Chauffeur!

Gleich in der Früh haben wir Juan und ein paar seiner Kinder (Gamaniel hat heute Geburtstag!) eingeladen und sind ca. 45 Minuten über Stock und Stein zu seinem Acker gefahren. An der Ortschaft "Lomo Santa" vorbei bis "Vista Alegre". Dort waren wir überrascht, dass er sogar ein einfaches Haus auf einem Teil seines Grunds hat. Mit Garten dazu, auf dem schon viele Obstbäume stehen. Das erspart ihm schon ein paar Soles für das Essen seiner großen Familie und hebt außerdem sicher auch die Qualität an. Strom gibt es dort oben noch keinen, aber es werden grad Leitungen vom Wasserkraftwerk in Jaén raufverlegt.

Dann mussten wir erst noch ca. 20min absteigen, um zu seinem wirklich ziemlich großen zweiten Grundstück zu kommen. Nur gut, dass es heute bewölkt und nicht ganz so heiß ist wie sonst! Der Weg und überhaupt der ganze Acker ist ziemlich steil, aber Juan sagt: "Andere sind noch steiler." Hier wuchs ausser einigen Obstbäumen (Guava, Orange, Zapote, Banane, Chirimoya, Kakao) noch nichts.



Zusammen mit Tagelöhnern hat er heuer erst das Unkraut gejätet und dann je zwei Kaffeesetzlinge in ca. 7000 "Löcher" eingepflanzt.



Seitdem pflegt er zusammen mit der Familie und Freunden alles allein. Im November hatte er seinen Jahresurlaub und war praktisch nur dort oben. Der untere Teil ist noch schön gejätet, aber sonst wuchert überall schon wieder das Unkraut. Ohne fremde Hilfe kommt er da einfach nicht mehr nach! Wir haben ihm aber gleich jede Hoffnung genommen, über unser Hilfsprojekt nochmal Geld dafür zu bekommen. Immerhin hat er uns gleich zweimal hintereinander enttäuscht und seine Versprechen nicht gehalten, indem der die Gelder für die Hausreparatur komplett in seinen Acker gesteckt hat. *seufz*

Nach 3-4 Jahren wird er die erste Kaffeeernte haben, wenn alles gut geht. Danach steht er finanziell viel besser da. Wir drücken ihm dafür ganz fest die Daumen!

Nach ca. 45min Aufstieg waren wir mittags wieder beim Auto. Die Kinder sind auf der Rückfahrt vor Erschöpfung eingeschlafen - dabei haben WIR sie doch getragen! :-)

In Jaén hat uns ganz überraschend Zoila aus Chiclayo angerufen: der Artikel über uns und Franciscos Adoption ist schon heute in der "La República" erschienen. Wir haben uns natürlich gleich ein Exemplar gekauft und tatsächlich: eine ganze Doppelseite mit großem Foto von uns! Per Mail haben wir's inzwischen auch als PDF bekommen.

Am Nachmittag haben wir dann noch weitere, aber gar nicht so schöne Überraschung erlebt. Die Laborergebnisse haben ergeben, dass inzwischen ALLE vier von uns Parasiten haben!!! Andy und Heidi ganz nette Würmer ("ascaris lumbricoides"), die angeblich ca. 20cm lang werden. Francisco und Marco "nur" normalgroße "giardia lambris", aber trotzdem nehmen wir jetzt alle das gleiche Medikament. Tja, das sind leider die unschönen Nebenwirkungen des heissen Klimas und der schlechten Wasserqualität. Dabei haben wir wirklich gut aufgepasst.

Da wir deshalb gleich noch in die Apotheke mussten sind wir mit einer halber Stunde Verspätung zum Treffpunkt im "Las Esteras" gekommen, wohin wir viele unserer Freunde für heute zum Abendessen eingeladen hatten. Juan hat gesagt: "Sie sind schon richtige Peruaner", weil die's meistens ja auch nicht so genau mit der Uhrzeit nehmen. :-)

Die Feier war wirklich sehr sehr nett. Es waren da: Félix und Rubetti mit ihren Töchtern Kathy und Milagros, der dienstälteste Radio-Mitarbeiter Homero, Lucha mit Tochter Carolina, Licha, Carlos Cruz, Audina mit Söhnen Rony und Jean-Carlos, Don Juan, Ralph, Paco, José Carrasco und auch der neue deutsche JMV-Freiwillige Udo Haufe.

José hat gleich als erstes den Zeitungsartikel über uns laut vorgelesen, hehe. Dann haben wir gut gegessen, Bier und "Gaseosas" getrunken und viel Spaß gehabt. Leider war ziemlich laute Musik, aber Homeros Sohn Homero "animiert" dort an den Wochenenden und hat uns natürlich speziell gegrüßt.





Tja, Abschiedfeiern heißt, dass es nun wirklich schon wieder dem Ende zugeht. Aber ein paar Tage bleiben uns ja noch.

Mehr Bilder:

Posted by Andy Spiegl | Permanent Link | Categories: Adoption

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